
Lina Thiede wurde 1996 geboren und wuchs in Gießen auf. Sie studierte Komparatistik, Musikwissenschaft und Theorien und Praktiken professionellen Schreibens in Saarbrücken, Bonn und Köln.
Sie schreibt sowohl im Bereich Science Fiction/Fantasy als auch autofiktional und setzt sich in
beiden Bereichen vor allem mit gesellschaftlichem Klassendenken sowie der Rolle der Frau
auseinander.
Im Juni 2017 erschien im ueberreuter-Verlag ihr Roman "Verbanntes Herz" als E-Book. Das erste Mal in Printform wurde Lina Thiede im April 2020 veröffentlicht: Ihr dystopischer Roman "Homo Femininus" erschien im Verlag The Dandy Is Dead.
Sie ist mehrfache Preisträgerin des OVAG-Jugendliteraturpreises sowie des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen.
2021 gewann sie mit ihrer Kurzgeschichte "Eine Rhapsodie" den hr2-Literaturpreis.
2022 gewann sie mit dem Oma-Text "Vier Damen" ebenfalls den hr2-Literaturpreis und erhielt das "Land in Sicht" Stipendium des Hessischen Literaturrats in Wolfhagen.
2024 wurde sie für ihre Kurzgeschichte "Du kannst mich haben" mit dem Berliner Preis für Science Fiction zum Thema Trans-/Posthumanismus ausgezeichnet, außerdem war sie Stipendiatin des Goethe-Instituts Tschechien im Kloster Broumov sowie writer in residence der Stadt Gelsenkirchen.
2025 wurde Lina Thiede ausgewählt, um am Projekt "Literaturtandem-Letterario" der Heimann-Stiftung mitzuwirken. Sie übersetzte eine Kurzgeschichte aus dem Italienischen ins Deutsche, während ihre Kurzgeschichte (ein Oma-Text) "Wieso trägst du den Ring nicht" (nominiert für den Wilhelm-Fabry- Förderpreis sowie erschienen in der erostepost #68) ins Italienische übersetzt wurde.
Im März 2025 erschien ihr zweiter Roman "Manchmal weißt du, was geschehen wird" im Radiator-Verlag. Eine Climate Fiction über eine Zukunft nach dem Klimawandel, die den Hunger anscheinend besiegt hat.
Für ihre Arbeit am Projekt Weben in der Nacht (AT) erhält sie 2025 außerdem den Robert-Gernhardt-Preis des Landes Hessen sowie das Hessische Literaturstipendium in Prag. Die Jury des Gernhardt-Preises befand, der Text erzähle „in einer hochpoetischen, märchenhaft schönen Sprache und zugleich unmissverständlich deutlich“ von Ausgrenzung, Mutterschaft und Selbstbestimmung.
Im Frühjahr 2026 führte ein Stipendium der Hawthornden Foundation Lina Thiede bereits nach Schottland, im selben Jahr erhält sie u.a. das Bibliotheksstipendium der Stadt Gotha.
Mit "Chased by Sins and Sorrows" wagt sie sich 2026 in das Genre der Romantasy.
Ob autofiktionale Prosa, literarische Science Fiction oder Fantasy – Lina Thiedes beschäftigt sich oftmals mit der Frage, wie Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Martin Mittelmeier bezeichnete ihren Roman Manchmal weißt du, was geschehen wird (2025) als „intensiv, verspielt, beunruhigend“ – drei Worte, die ihr literarisches Schaffen treffend beschreiben.
* 2016, 2017, 2021, 2022, 2023: Junges Literaturforum Hessen-Thüringen
* 2021, 2022: hr2-Literaturpreis
* 2022: Land in Sicht - Stipendium des Hessischen Literaturrats in Wolfhagen
* 2024: Berliner Preis für Science Fiction
* 2024: Deutsch-tschechische Literaturresidenz des Goethe-Instituts Tschechien im Kloster
Broumov
* 2024: Literaturstipendium "writer in residence" der Stadt Gelsenkirchen
* 2025: Literaturtandem-Letterario der Heimann-Stiftung
* 2025: Robert-Gernhardt-Preis
*2025: Hessisches Literaturstipendium in Prag
*2026: Literary Residency der Hawthornden Foundation, Hawthornden Castle (Schottland)
*2026: Bibliotheksstipendium der Stadt Gotha